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GLÄNZENDE INVESTITION

Seit letztem Herbst steht eine neue Niederdruck-Giessmaschine in unserer Armaturenproduktionshalle. Weshalb? Weil sie eine höhere Schmelzleistung als ihre Vorgängerin erbringt, deshalb das Rohmessing schneller verarbeitet, den Produktionsablauf auf einem stabileren Niveau hält und eine noch bessere Qualität erbringt.

19 Jahre lang hat unsere alte Niederdruck-Giessmaschine wertvolle Dienste geleistet. Davon stand sie neun Jahre lang in der Fabrik in Carouge und während zehn Jahren in der neu erbauten Produktionshalle in Laufen. Im Rahmen unserer kontinuierlichen Investitionsplanung, und um auch für künftige Herausforderungen gerüstet zu sein, entschieden wir uns, die alte Anlage zu ersetzen. Der Hersteller war von Anfang gesetzt. Seine Ingenieure überzeugten uns bereits beim Kauf einer anderen Giessmaschine mit ihrem Spezialwissen und Können.

Investition in den Standort Schweiz

Als erstes evaluierten wir zusammen mit den Profis des Herstellers unsere Bedürfnisse. Dabei war unser Mitarbeiter Mahmut Eskitürk ein wichtiger Mann der Stunde. Er leitet seit 2019 unsere Kernmacherei und bedient seit letztem Sommer die neue Giessmaschine. Nach seiner Ausbildung in Deutschland zum Giessereimeister absolvierte er mehrere Weiterbildungen und hat während seiner beruflichen Laufbahn viel Erfahrung in der Leitung von Projekten dieser Art gesammelt. Sein Wissen über die Herausforderungen, die es im täglichen Umgang mit der Maschine zu bewältigen gibt, war für uns von sehr grossem Wert. Er erinnert sich gerne an das erste Treffen und die darauffolgenden Projektgespräche. «In einem so international aufgestellten Team zu arbeiten war eine ganz neue Erfahrung für mich. Ausserdem habe ich viel Neues über das Kokillenformverfahren gelernt.» Nach dem die Bedürfnisse geklärt waren, ging alles sehr schnell. Die Maschine wurde konzipiert und im Juli 2019 beim Hersteller aufgebaut, wo unser Projektteam die Vorabnahme und Funktionskontrolle durchführte. Danach wurde die Maschine wieder abgebaut, auf zwei Lastwagen verladen und nach Laufen transportiert, wo man sie im August 2019 installierte und in Betrieb nahm. Nach einer ersten Produktionsphase hat man noch kleinere Optimierungen vorgenommen. Seither läuft sie wie geschmiert und unser Hauptziel, mehr Flexibilität, Stabilität und eine noch bessere Produktqualität zu generieren, ist erreicht. Dies ist unter anderem auch einer Sonderausstattung zu verdanken, die transparente Auswertungen möglich macht. Dank ihr sind wir in der Lage, die Einstellparameter genauestens zu protokollieren und jederzeit für detaillierte Fehleranalysen abzurufen.

Mit dieser Investition bekennen wir uns einmal mehr und ganz klar zum Firmen- und Produktionsstandort Schweiz.

Wenn Mann und Maschine im Takt arbeiten

Mahmut Eskitürk ist stolz auf «sein Baby» und erzählt begeistert: «Die alte Maschine wurde hydraulisch betrieben, die Neue jedoch elektrisch mit 125 Kilowatt. Das sorgt für konstantere Parameter, wie zum Beispiel die Giesstemperaturen und der Giessdruck. Wir haben eine höhere Schmelzleistung und können das geschmolzene Rohmessing, dem wir übrigens bis zu 30% Recyclingmaterial beimischen, viel schneller verarbeiten. Von Guss-zu-Guss brauche ich nun weniger als eine Minute. Aufgrund der höheren Ofenleistung und der grösseren Dimension des Werkzeugs kann ich jetzt alle Produkte auf dieser Maschine giessen. Ausserdem ist die Qualität der Stücke deutlich besser, da ich die Giessparameter genauer kontrollieren und überwachen kann.»

Die Armaturenherstellung kurz und bündig erklärt

Forschung & Entwicklung
Basierend auf den Vorschlägen des Designers realisieren wir virtuelle, dreidimensionale Darstellungen der neuen Armatur. Anhand der entsprechenden Daten fertigen wir mittels 3D-Druck oder Stereolithografie einen Prototyp, den wir wiederum für verschiedene Funktionalitäts- und Ergonomieprüfungen einsetzen.

Werkzeugmacherei
In unserer Werkzeugmacherei stellen wir die grossen Werkzeuge für die Giesserei, die Sandkernboxen und die Kokillen her.

Sandkernmacherei
Wir vermischen Quarzsand mit einem Bindemittel und lassen ihn unter Druck in einer auf 250° C vorgeheizten Sandkernbox pressen/schiessen. Bereits nach 20 bis 40 Sekunden lässt sich der ausgehärtete Sandkern entnehmen.

Niederdruck-Kokillenguss
Der Sandkern wird als Platzhalter für den Hohlraum manuell in die Kokille eingelegt. Die Kokille wird aufgesetzt und das flüssige Messing bei einer Giesstemperatur von ca. 990 °C mit sanftem Druck (0.5 bar) in die Kokille gepresst. Nach der Entnahme der Gussstücke führen wir stichprobenartige Qualitätsprüfungen durch. Das Gussstück besteht aus dem Armaturenkörper, dem Anguss (Eintrittsstelle des Metalls in die Kokille) und dem Steiger (Austrittsstelle).

Entsanden
Die Gussstücke werden in einer Anlage unter Druck mit Stahlkugeln gereinigt und der Sand vollständig entfernt. Sowohl Anguss als auch Steiger werden von Hand abgesägt und wieder dem Schmelzofen, respektive dem Materialkreislauf, zugeführt.

Mechanische Bearbeitung
Die Armatur wird in einer Aufspannung mechanisch bearbeitet und mit Messprotokoll auf ihr Mass überprüft. In der Reinigungsanlage werden die Gussstücke mit Wasser gespült, entfettet und von Metallspänen befreit. Anschliessend prüfen wir alle Gussteile auf ihre Dichtheit.

Schleiferei
Wir schleifen die Gussteile mit unterschiedlicher Schleifbandkörnung (Vorschleifen / Fertigschleifen). Diesen Schritt führen wir je nach Modell von Hand oder mit Hilfe von Robotern aus.

Poliererei
Die Gussteile werden mit der Maschine und von Hand bis zur Perfektion fertig poliert. Zur Vorbereitung für die Galvanik kontrollieren wir die Oberfläche von jedem polierten Gussteil.